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Es war einmal ein mondäner Kurort. Prinz und Prinzessin verbrachten hier angenehme Wochen. Sie flirteten, kurten und genossen das milde Klima. Auch der Kaiser kam zu Besuch. Prominente und Adelige wollten es den kaiserlichen Hoheiten gleichtun und ließen elegante Villen bauen und Parks anlegen. Der Kaiser starb, die Monarchie zerfiel, nur der schicke Kurort blieb.
Opatija (ital. Abbazia) erstrahlt heute, nach jahrelangen Renovierungsarbeiten, wieder wie zu seinen Glanzzeiten. Opatija ist eine moderne Stadt geworden, mit einem Hauch von Luxus.
Die 1908 erbaute Straßenbahn nach Lovran wich einer gut ausgebauten Küstenstraße. Jugend prägt das Stadtbild. Opatija erwacht aus seinem Dornröschchenschlaf.
Die Hautevolee der k.u.k. Zeit flüchtete vor dem kalten Winter und begab sich in die Obhut der Kurleitung. Heute versucht Opatija mit der moderneren Bezeichnung „Wellness“, wieder Ruhe suchende Gäste zu leistbaren Preisen, anzulocken.
Das einstige Fischerdorf verdankt seinen Aufschwung dem Bau der Villa Angiolina und dem Ausbau der Südbahn im Jahre 1873. Das Hotel Kvarner (vormals Quarnero), in dem schon Kaiser Franz Joseph logierte, wurde im Jahr 1884 errichtet. Die „kaiserliche“ Terrasse, mit Blick aufs Meer, lässt den Glanz der Vergangenheit erahnen.
Die kaiserlichen Hoheiten, wie das Kronprinzenpaar Rudolf und Stephanie und die angenehme Atmosphäre, zogen Prominente und Betuchte aus Wien, Prag und Budapest an. Sie ließen sich repräsentative Villen, vorzugsweise mit Meerblick, bauen. Die Villa Hortenau (vormals Villa Splendid) ist damals wie heute ein Prachtbau. Julius Hortenau war praktischer Arzt in Abazzia.
Theodor Billroth, der bedeutendste Chirurg seiner Zeit, lobte das milde Klima.
Gustav Mahler erholte sich an der Riviera von einer schweren Operation und schrieb hier an seiner vierten Sinfonie.
Zum Flanieren eignet sich hervorragend die 12 km lange Promenade. Lungomare oder auch Kaiser-Franz-Joseph Weg genannt. Sie führt nach Lovran, dem kleinen, aber nicht weniger schönen Ort.
Die aufwendig renovierten Hotels im Stil der Wiener Ringstraße, sind heute wieder Anziehungspunkt für viele Touristen. Sie führen heute noch klingende Namen wie Hotel Imperial (früher Hotel Stephanie), das traditionsreiche Palace Bellevue, Hotel Bristol mit seiner exklusiven Atmosphäre wie zur Entstehungszeit 1906, die imperiale Parkanlage des Hotel Opatija oder das elegante Hotel Mozart.
Dr. Otto von Habsburg, Sohn des letzten österreichischen Kaisers, wurde im April 2007 zum Ehrenbürger von Opatija ernannt.
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