Kreuzungen

Marlene Streeruwitz bleibt ihrem markanten, abgehackten, brutal-präzisen Stil treu – allerdings wechselt sie in „Kreuzungen“ die Perspektive. Diesmal wird aus dem Blickwinkel eines Mannes erzählt, eines Milliardärs, der glaubt, sich die Welt untertan gemacht zu haben, insbesondere die Frauen.

Streeruwitz dekonstruiert diese Illusion wie gewohnt gnadenlos. Es scheint nicht unwahrscheinlich zu sein, dass Lesern in hundert Jahren, wenn sie wissen wollen, wie die Österreicher um die Jahrtausendwende tickten, zuerst Streeruwitz‘ Bücher empfohlen werden.

Marlene Streeruwitz, Kreuzungen. S. Fischer, 251 Seiten, 19,50 Euro.

Über die Autorin
Marlene Streeruwitz, geboren in Baden bei Wien, ist eine der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur. Für ihre Romane, Theaterstücke und Hörspiele ist sie mit zahlreichen Preisen geehrt worden. Sie lebt und arbeitet in Wien und Berlin.

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