Kollateralschaden

Den größten heimische Kritikererfolg lieferte im heurigen Bücherherbst Olga Flor mit „Kollateralschaden“. Die „Neue Zürcher Zeitung“ beschied der 1968 geborenen Autorin, sie sei dabei, „sich mit großem Können in die erste Reihe der österreichischen Literatur zu schreiben“.

In einer zeitlich minutiös abgestimmten Collage beschreibt Flor einen Nachmittag im Supermarkt aus der Sicht seiner Besucher, wobei sich die Ereignisse verdichten und auf die unweigerliche Katastrophe zusteuern. Gefolgt wird den inneren Monologen einer rechten Politikerin, eines Obdachlosen, eines Jugendlichen und einiger anderer, wobei Flor ohne die üblichen Stereotype auskommt.

Olga Flor: Kollateralschaden. Zsolnay, 207 Seiten, 18,40 Euro.

Über die Autorin
Olga Flor, geboren 1968 in Wien. Lebt als Mutter zweier Kinder in Graz. Seit Abschluss des Physikstudiums Arbeit in den Bereichen Konzeption, Design und Produktion multimedialer Lernprogramme. Veröffentlichungen von Prosa und dramatischen Texten in Literaturzeitschriften und im ORF. Einladung zur Werkstattlesung anlässlich des von Günter Grass gestifteten Alfred-Döblin-Preises 2001. Literaturförderungspreis der Stadt Graz 2001.

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