Eine besondere Vorsehung

Nach und nach erscheinen in der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA) die Übersetzungen des US-Ausnahmeautors Richard Yates. Zeit seines Lebens war dem ruppigen Einzelgänger wenig Ruhm vergönnt. Erst seit wenigen Jahren gilt er als Autor, der den spezifischen Duktus der US-Literatur (von Philip Roth bis John Updike) mitprägte.

Nach dem großen Erfolg von „Elf Arten der Einsamkeit“, „Zeiten des Aufruhrs“ und „Easterparade“ liegt nun mit „Eine besondere Vorsehung“ ein weiteres Meisterwerk von Yates postum vor, in dem er eine erfolglose Künstlerin mit ihrem Sohn durch die Staaten der 30er und 40er Jahre tingeln lässt und gleichzeitig den Zweiten Weltkrieg aus der Sicht eines jungen US-Soldaten erzählt.

Yates vollbringt das Kunststück, den Ton seiner Zeit zu treffen und dennoch bis heute aktuell zu klingen.

Richard Yates: Eine besondere Vorsehung. DVA, 390 Seiten, 20,60 Euro.

Über den Autor
Richard Yates wurde 1926 in Yonkers, New York, geboren. Er war einige Jahre als Werbetexter beschäftigt und in den späten Sechzigern kurzzeitig als Redenschreiber für Senator Robert Kennedy tätig. Doch die meiste Zeit über arbeitete Richard Yates als Schriftsteller. Er verfasste sieben Romane und zwei Erzählungsbände. Bis zu seinem Tod 1992 lebte er in Kalifornien.

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