Ein gerader Rauch

Denis Johnson gilt als einer der wichtigsten Gegenwartsautoren in den USA – und hat das mit seinem jüngsten Roman „Ein gerader Rauch“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die irrlichternde Romanhandlung erstreckt sich über knapp 900 Seiten, folgt keinem zwingenden Handlungsverlauf und fesselt den Leser dennoch.

Ein junger CIA-Agent gerät in die Wirren des Vietnamkrieges und muss sich nicht nur gegen die Widersacher auf der anderen Seite der Frontlinie, sondern auch gegen seinen Vorgesetzten und Onkel durchsetzen. Nicht zuletzt durch die pointierten und teils absurden Dialoge wird ein tiefenscharfes, dunkles Bild des Dschungelkrieges entworfen, das gleichzeitig eine Abrechnung mit der US-Außenpolitik darstellt.

Denis Johnson: Ein gerader Rauch. Rowohlt, 880 Seiten, 25,60 Euro.

Über den Autor
DENIS JOHNSON, geboren 1949 in München als Sohn eines amerikanischen Offiziers, gilt als einer der wichtigsten Autoren der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Auf Deutsch erschienen von ihm u. a. die Romane «Engel», «Schon tot» und «Der Name der Welt» sowie die Storysammlung «Jesus Sohn». Denis Johnson lebt in Idaho/USA.

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