Die Abschaffung der Arten

Dietmar Dath gilt als einer der umstrittensten deutschen Autoren: Schreibt er gute Literatur oder nur Gefasel? Die Kritiker sind sich uneins. Daths jüngstes Buch „Die Abschaffung der Arten“ – eine Anspielung auf Charles Darwin – ist ein Science-Fiction-Roman mit dem Schwerpunkt auf spekulative Science. Das Buch wurde sogar für den Deutschen Buchpreis nominiert – unterlag aber Uwe Tellkamps „Der Turm“.

Dath erspinnt in dem Roman eine zukünftige Welt, in der genetisch veränderte Tiere – die Gente – die Macht an sich gerissen haben. Die Menschheit steht vor der Auslöschung. Doch auch die Gente haben mit allerlei Problemen und gegen ihre „Abschaffung“ zu kämpfen. Dath führt in seinem dreigeteilten Roman aus, warum Gesellschaften scheitern und gar das große Aus droht.

Durchzogen von wissenschaftlichem und wissenschaftstheoretischem Material gelingt Dath eine Fabel über den Zustand „der Gesellschaft“ im globalen Zeitalter der Wissenschaft und die darin liegenden Gefahren.

Dietmar Dath: Die Abschaffung der Arten. Suhrkamp Verlag, 552 Seiten, 25,50 Euro.

Über den Autor
Dietmar Dath, geboren 1970, veröffentlicht seit 1990 journalistische und literarische, satirische und essayistische Texte in in- und ausländischen Zeitungen und Zeitschriften.

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