Blumen der Finsternis

Dem israelischen Schriftsteller Aharon Appelfeld ist mit “ Blumen der Finsternis“ ein außergewöhnlich berührender Roman gelungen. Erzählt wird von einem jüdischen Buben in der Bukowina, der den Nazis entkommen ist, weil ihn seine Mutter bei einer Prostituierten versteckte. In seinem kleinen Zimmer ohne Fenster bleiben Hugo nur Erinnerungen, die Fantasie und seltsame Geräusche aus dem Nebenzimmer.

Der Israeli Appelfeld wuchs selbst in der heute zur Ukraine gehörenden Bukowina auf, auch er musste als jüdisches Kind vor den Nazis fliehen, und auch ihm half eine Prostituierte. Dennoch, sagte er im Interview mit der „Zeit“, sei das Buch nicht autobiografisch, enthalte aber die „Essenz“ seiner Vergangenheit. Der Roman lässt den Leser sprachlos zurück.

Aharon Appelfeld: Blumen der Finsternis. Rowohlt, 317 Seiten, 20,50 Euro.

Über den Autor
Aharon Appelfeld, geboren 1932 in der Bukowina, wurde bereits mit acht Jahren von den Deutschen in ein Lager verschleppt, aus dem ihm die Flucht gelang. Über Italien gelangte er nach dem Krieg nach Palästina. Heute ist er Professor für Literatur an der Universität von Beer Sheba. 2005 erhält er den Nelly-Sachs-Preis.

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