Hundstrümmerlpolitik

Laut Pressebericht vom 29.09.2008 bezeichnet Bürgermeister Häupl nach der Wahlschlacht vom Sonntag die „rechtspopulistischen Parteien“ FPÖ und BZÖ als Nazis. „Niemals wieder! Niemals wieder!“

Ein gewählter Politiker der bis zum Glasrand schaut. Der Durchblick wohl schon sehr getrübt. Für ausländische Medien ist Häupl´s Aussage ein Fressen.

Die Sorgen und Ängste der Wiener sind nicht neu. Sie werden seit Jahren beim Namen genannt und genau solange ignoriert. Ursache und Wirkung!

Die Wiener sind am meisten von den (verleugneten) Integrationsproblemen betroffen. Das Wohlfühlen ist abhanden gekommen.

Die Wähler dieser beiden Parteien, die von vielen als „Denkzettelwähler“ bezeichnet werden, nennt Häupl "Zwetschken". FPÖ bzw. BZÖ mussten nur Tücher aufspannen und die Zwetschken fallen einfach rein. So die anschauliche Erklärung des Bürgermeisters von Wien!

Seit Jahren verlieren die „Großparteien“ an Wählerschaft, FPÖ und BZÖ gewinnen stark dazu. Der Wahlsonntag zeigte erstmals die Alleinherrschaft der SPÖ in Wien in Gefahr. Die FPÖ konnte in Wien 7,5 % zulegen, die SPÖ verlor 5,3 %. Ein Vorgeschmack auf die Landtagswahlen 2010 in Wien!

Die SPÖ sollte sich fragen, ob nicht die FPÖ bzw. das BZÖ die besseren Antworten auf Probleme gibt. Vielleicht ist das der Grund, warum diese Parteien so stark zulegen konnten.

Haider und Strache vermitteln jedenfalls, die Sorgen der Bevölkerung besser zu verstehen und dagegen anzukämpfen als SPÖ und ÖVP.

Es ist zu einfach der großen Koalition die Schuld zu geben oder von Zwetschken zu reden. Von einem Politiker wie Häupl, der jahrzehntelang die österreichische Politik mitbestimmte, wäre mehr Politikintelligenz zu erwarten gewesen.

Die Geldgeschenke für die nicht arbeitende Bevölkerung mögen mitunter ein Grund für viele Stammwähler der SPÖ gewesen sein, nicht zur Wahl zu gehen, oder die Stimme der FPÖ zu geben.

Die arbeitende Stammklientel der SPÖ fühlt sich nicht gerade von der SPÖ vertreten.

Bürgermeister Häupl verleugnet seit Jahren (!) Probleme die in der Bundeshauptstadt auf der Hand liegen: Integrationsprobleme, mannigfaltige Probleme in den Wiener Gemeindebauten, hohe Kriminalität, unzureichender öffentlicher Verkehr, Parkraumbewirtschaftung, Zubetonierung von Grünflächen, unkoordinierte Verbauung am Stadtrand,..

Die Alleinherrschaft im Rathaus macht eben größenwahnsinnig. Die Pratercausa wird unter den Tisch gekehrt, Konsequenzen werden nicht gezogen. Die EM 2008 wird als Erfolg verkauft.

Mit der Beseitigung der Hundstrümmerln und der Hetzte gegen die Raucher ist alleine keine Politik zu machen.

Das impertinente Verhalten der roten Stadtpolitiker wird weiter für Stimmenzuwachs bei FPÖ und BZÖ sorgen.

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