Der Puppengräber – Petra Hammesfahr

Roman, erschienen im Rowohlt Verlag 1999
von Petra Hammesfahr

Der geistig behinderte Ben wächst bei seinen Eltern auf dem Land auf. Ben liebt Puppen, die Wiesen, die Felder und seine Freiheit. Nachts, wenn vermeintlich alle schlafen, treibt er sich herum.

Jakob, sein Vater, arbeitet als Lagerarbeiter in einem Baumarkt. Der ehemalige Landwirt meint, nur durch Schläge könne er seinen behinderten Sohn erziehen. Trude, Bens Mutter, lernt ihren Sohn zu lieben und beschützt ihn. Sie muss auch noch für ihre Töchter sorgen.

Die Dorfgemeinschaft nimmt Ben´s Behinderung unterschiedlich auf. Viele meinen in einer Anstalt wäre er besser aufgehoben. Trude weigert sich. Sie will Ben nicht die einzige Freude nehmen, seine Freiheit.

Im Laufe der Jahre verschwinden junge hübsche Mädchen und im Dorf verbreitet sich Misstrauen gegenüber Ben.

Der mittlerweile 22-jährige bärenstarke Ben bringt seiner Mutter Trophäen von seinen nächtlichen Streifzügen mit nach Hause. Steine, Disteln, blutverschmierte Kleiderreiste, Finger, … .

Detailgetreue Schilderung eines Dorflebens, von den Nazis bis hin zur Gegenwart und es ist doch alles anders, als man denkt. Spannend bis zum Schluss, einzig die Personenvielfalt und die Zeitsprünge werden viele Leser nerven.

Petra Hammesfahr, 1951 geb. ist Schriftstellerin und Drehbuchautorin. Mit „Der Puppengräber“ gelang ihr der Sprung in die Bestsellerlisten.

Das Buch wurde 2002 mit Suzanne von Borsody als Trude und Sven Hönig (Ben) verfilmt.

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