Gespickt mit schwarzem Humor: Die Apothekerin

Ingrid Noll
Die Apothekerin – Roman (1994)

Hella Moormann liegt in der Heidelberger Frauenklinik, mit Rosemarie Hirte als Bettnachbarin. Hella leidet unter ihrem Retter- und Muttertrieb. Sie gerät immer an die falschen Männer. Um sich die Zeit in der Klinik zu vertreiben, erzä hlt sie ihrer Bettnachbarin ihre Lebensgeschichte. Die Erzählung beginnt mit der Schulzeit, von der Streberin, die sich nach einem tödlichen Unglücksfall in der Schule immer mehr schrägen Vögeln und Männern zuwendet, denen es schlechter geht als ihr. Ihre „Rettungsphase“ beginnt. Schließlich lernt sie Levin kennen, einen jungen arbeitsscheuen Studenten, der nur auf das Erbe seines reichen Großvaters lauert. Durch Levin gerät Hella in abenteuerliche Situationen.

Von scheinbar notwendigen Morden, ganz selbstverständlich und unausweichlich, erzählt Ingrid Noll in diesem Roman. Die vom Leben benachteiligten Protagonisten sehen darin eine Notwendigkeit.

Ein Roman für Liebhaber des schwarzen Humors.

Ingrid Noll, 1935 geb., ist eine der erfolgreichsten deutschen Krimiautoren. Sie wurde 1994 mit dem Friedrich-Glauser-Preis und 2005 mit dem Glauser-Ehrenpreis der „Autorengruppe deutschsprachiger Krimiliteratur“ ausgezeichnet.

Die Apothekerin, mit Katja Riemann, wurde 1997 unter der Regie von Rainer Kaufmann verfilmt.

 

Video Kurzinhalt:
Hella Moormann – eine spröde, 30-jährige Apothekerin – lebt allein. Bis sie den temperamentvollen Sportwagenfahrer Levin Graber kennen- und lieben lernt. Die beiden heiraten, ziehen in eine Luxus-Villa und alles scheint ganz wunderbar.

Doch das Glück der Beiden ist nur von kurzer Dauer. Hella entdeckt, daß Levin sie mit der Haushaltshilfe betrügt. Trösten läßt sie sich daraufhin von deren Ehemann Dieter. Das klappt, bis Hella schwanger wird und sich fragen muß, von wem.

Zu allem Überfluß ist da schließlich auch noch ihr sympathischer Kunde Pawel. Eine Reihe mysteriöser Morde verringert den Männerüberschuß alsbald…

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