Venezianische Verlobung – Spannung und Atmosphäre

Venezianische Verlobung –
Commissario Trons zweiter Fall
Nicolas Remin

 

Venedig, 1863. Eine Frauenleiche führt Commissario Tron in seinem zweiten Fall wieder zu den Habsburgern. Diesmal handelt es sich um Erzherzog Maximilian von Österreichen, dessen Geliebte ermordet wurde.

Der Erzherzog lebt mit seiner Gattin auf Schloss Miramare bei Triest. Maximilian soll in Mexiko eine Monarchie gründen. Diesen Plan wollen einige Gegner vereiteln. Hat der Mord an der Geliebten private oder politische Hintergründe?

Dieser Fall kommt Tron nicht sehr gelegen. Er ist mit der Verlobung mit der hübschen Principessa di Montalcino beschäftigt. Die reiche Witwe hat in Staatsanleihen in Mexiko investiert. Die Kurse sind im Keller und nun hofft sie auf Abhilfe durch Maximilian als Kaiser von Mexiko.

Ist sie in den Fall involviert?

Als weitere Morde folgen, kommen neue Verdächtige ins Spiel.

Die Geschichte führt den Leser in ein Venedig der Adeligen und verarmten Adeligen, wie den Trons. Während des Lesens meint man mitten drinnen im Geschehen zu sein. Remin schreibt amüsant und intensiv. Trotzdem ist es eine leichte Krimikost.

Ob aus der Verlobung auch eine Hochzeit wird, die die bankrotten Trons auch finanziell retten könnte, erfahren wir vielleicht im 3. Fall.

 

Wunderbar die Figur des Commissarios, fast hat man schon Mitleid mit dem armen Kerl, denn er verkörpert mit seinem zerfallenden Zuhause, der an altem Ruhm und Glanz unbeirrbar festhaltenden Mutter die sterbende Stadt auf höchst anrührende Weise. Und da käme natürlich seine Eheschließung mit der Principessa di Montalcino, einer für damalige Verhältnisse außerordentlich selbstständigen und erfolgreichen Geschäftsfrau, gerade recht.

Barbara Wegmann

 

Audiobook – Audio CD

Wie sein Vorgänger wieder ein unterhaltsamer, mit hübschen Nebenschauplätzen garnierter Ohrenschmaus. Zur Wahl von Karl Menrad als Sprecher kann man nur gratulieren, einen Besseren für dieses Genre gibt es nicht! Jens Kronbügel hat wieder seine zauberhaften "venezianischen" Klänge beigesteuert, schön!

ekz-Informationsdienst

 

 

 

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