Militante Nichtraucher, oder anderen Vorschriften machen, die einem selbst angenehm sind

 

Ich bin leidenschaftlicher Raucher und mich schützt niemand vor dieser krank machenden Debatte rund um das Rauchen.
Besonders die Hatz rund um das Rauchverbot in Gaststätten erinnert an die mittelalterliche Inquisition.

Für persönliche Freiheiten, die für uns heute selbstverständlich sind und für alle gelten und nicht nur für eine Gruppe Auserwählter, wurde jahrhundertelang gekämpft. Der über alles bestimmende Adel wurde abgeschafft. Über die grausame Ära der “Gutmenschen” sind wir anscheinend noch nicht hinweg.

Mit welcher Inbrunst hier gekämpft wird, macht sprachlos. Die Selbstbestimmung gilt nur für Nichtraucher und Gesundheitsapostel. Der Lokalbesitzer, der immerhin ein großes wirtschaftliches Risiko trägt, wird staatlich anerkannt entmündigt. Der Staat agiert zwittrig: Einerseits kassiert er Tabaksteuer und unterstützt mittels Preiserhöhung Trafiken in Kärnten vor den Billigzigaretten aus Slowenien, andererseits gefällt die Rolle des Beschützers in Wahlkampfzeiten.

Eine Einigung, die zur Zufriedenheit aller Beteiligten beiträgt, wird es vermutlich nicht mehr geben. Dafür wird die EU mit ihren Richtlinien sorgen.

Wenn „Überzeugungsarbeit“ nicht fruchtet, muss eben der Arbeitsschutz herhalten. Unter Arbeitsschutz (engl.: OSH: Occupational Safety and Health) versteht man die Summe aller Vorkehrungen und Aktivitäten, die den Schutz des Lebens und der Gesundheit der Menschen bei ihrer beruflichen Tätigkeit zum Ziele haben.

Klingt toll! Gemeint ist hier jedoch die Beschaffenheit der Büroeinrichtung, Lüftung, Arbeitszeit, Brandschutz und Fluchtwege und einiges mehr.

Nicht jedoch die Psyche!

Niemand schützt uns vor Arbeit die stumpfsinnig macht,  Arbeit die man aus wirtschaftlicher Notwendigkeit annehmen muss, die oft keinen Spaß macht und wenig Befriedigung bringt.

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, wie schäbig Gaststätten mit ihren rauchenden Gästen vorgehen. Obwohl nicht (!) an Platzmangel leidend, werden Raucher ganz einfach in eine Rumpelkammer abgeschoben, damit sie dort ihrer Lust frönen. Der Großteil des Lokals wird dem Nichtraucher zur Verfügung gestellt und beeindruckt meist durch gähnende Leere.

Wieso ist es so schwierig eine Speisesaal ohne Rauch anzubieten und gleichzeitig einen Rauch-Salon in den man sich nach dem Essen auf eine Genusszigarette, Pfeife, Zigarre zurückziehen kann?

Ich sage absichtlich Salon, denn ich stelle mir hier einen gemütlichen Raum vor, in dem sich ein Mensch (!) gerne aufhält. Ja richtig, auch ein Raucher ist ein Mensch und sollte als solcher auch behandelt werden!

One Response to “Militante Nichtraucher, oder anderen Vorschriften machen, die einem selbst angenehm sind”

  1. Vyti sagt:

    absolut recht.
    ich find es ist eine frechheit wie wir Raucher diskriminert werden seit ein paar Jahren… früher haben die Menschen auch in Harmonie leben können…. geht das jetzt nicht mehr?
    Außerdem zeigen Studien das Raucher und Alkoholiker das Gesundheitssystem mit den Ihnen aufgedrängten Steuern erhalten. Ich mag gar nicht wissen, wie dann alle blöd jammern wenn die Steuern allgemein angehoben werden müssen, um das Gesundheitssystem zu erhalten.
    Und im einen sollte sich jeder klar sein, die verbotene Frucht ist meist die Interessanteste (wenn auch nicht beste). Sollte es also mal dazukommen das alles verboten ist dann hat Österreich eine Menge Drogensüchtiger mehr. Und die wiederrum sind schwer krank und zahlen wenig Steuern… ein schöner Teufelskreislauf.

    Last but not least sollte man auch erwähnen das es Philipp Morris egal ist was wir hier machen und in den USA schon passiert… es gibt ja noch die 3. Welt. Wenig Gesetze, viel mehr Kunden und somit genug Profit für ihn und seine Tabakfreunde.
    Also EU überlegt Euch lieber 3x was ihr tut…

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